styrofoam
das schlimme ist nicht, daß nachbarn so laute musik hören zu einer zeit, in der man als indie-spießer auch mal schlafen möchte, sondern daß die musik so unerträglich schlecht und in ihrer abfolge dermaßen hanebüchen ist, daß man vor lauter missionierungs- bzw. tötungsgedanken hinfort nicht mehr in der lage ist, auch nur noch ein auge zuzumachen.
es bleibt uns der wind in den wir uns hängen am ende eines langen abends oder war es jahrtausends?
peter licht ist melt. hitze, schweiss, beton. gib mir peter licht im berliner wintermorgen unter u-bahn-gesichtern. peter licht ist lächeln. peter licht ist herzsprung. peter licht läßt bauchschmerzen schmelzen. utopie destruiert grau. sonne blendet hinter dem hauptbahnhof. fernsehturm und goldelse verachst. wir werden siegen auf repeat. die platte meines sommers.
wir werden siegen
ich möchte NIE wieder halbstündige diskussionen darüber führen müssen, wie viel büromaterial einem arbeitenden menschen pro arbeitsplatz zusteht, ich möchte NIE wieder vor eine auf einem fünftausend-euro-besprechungstisch aufgereihte ansammlung von büroklammern, heftstreifen, klarsichthüllen und tippex-mäusen zitiert und dafür beschuldigt werden, diese rücksichtslos, exzessiv und in verantwortungsloser weise verwendet zu haben, ich möchte NIE wieder gesagt bekommen, daß ein leuchtmarker, ein bleistift, ein fineliner, ein kugelschreiber und ein radiergummi ausreichend sind für einen mensch pro arbeitsplatz, ich möchte NIE wieder erleben, daß jemand meine schreibtischschublade für mich aufräumt und "alle überflüssigen dinge" daraus entfernt, ich möchte NIE wieder als kompensationsfläche mißbraucht werden von menschen, die aus der unfähigkeit, eigene kinder zustande zu bringen, ihre mitarbeiter zu solchen degradieren, ich möchte NIE wieder konfrontiert werden mit derart übergriffigem und krankem verhalten. DANKE.
as life gets longer, awful feels softer. well it feels pretty soft to me.
allen unkigen stimmen zum trotz: prenzlauer berg rockt! re-birth. prost!
it's the same old sos
but with brand new broken fortunes
and once again i turn to you
once again i do, i turn to you
he said that god takes care of himself
god takes care of himself
and you of you
my little brother just discovered rock & roll
my little brother just discovered rock & roll
my little brother just discovered rock & roll
there's a noise in his head, and he's out of control
[ohrwürmer not to get rid of after falling in love with the britishness of it all.]
but you're so cute when you're frustrated, dear
yeah, you're so cute when you're sedated, oh dear
[und immer wieder: die betörend schöne grausamkeit des interpol-universums.]
hab' mich schon gefreut, daß in kollaboration mit der "British Pornographic Industry (BPI)" endlich mal wieder was aufregendes passiert im karrera klub, aber nein, war offenbar nur wunschdenken, "British Phonographic Industry", natürlich, dearest, please.
ich wußte, daß 2006 ein gutes jahr wird ..
'Current (as of 2006) talk within the North American indie scene is suggesting the possibility of an upcoming full-length release in 2006. A recent post Chicago show interview with drummer Jeremiah Green hints towards the release of new material; material, which he so vaguely teases, could be released "anytime in the near future." After having a conversation with Isaac Brock, Josh Modell of "The Onion A.V. Club" posted that the band is coming along with the new album but it isn't finished yet. Johnny Marr of "The Smiths" is also said to be working on the new Mouse album.'
the moths beat themselves to death against the lights. adding their breeze to the summer nights. outside, water like air was great. i didn't know what i had that day. walk a little farther to another plan. you said that you did, but you didn't understand. i know that starting over is not what life's about. but my thoughts were so loud i couldn't hear my mouth. my thoughts were so loud i couldn't hear my mouth. my thoughts were so loud ...
[ach, isaac brock.]
fantum
in unwacher dröseligkeit und fluktuierenden geisteszustandes in der u-bahn das wort erst deutsch lesen, an latein denken, ein unbekanntes fremdwort erahnen, dann fanta assoziieren und schließlich merken, daß man es mit einem erstsilbig englisch auszusprechenden wortgebilde zu tun hat. liest sich auf deutsch allerdings ausgesprochen putzig.
the things i said: forgotten
did i say, we are alone?
the things i said: forgotten
what did i say?
[die epitomisierung des club-gefühls in "by twos" von ms. john soda.]
es muß überhaupt mehr albernheit her.
have you seen the cold wind blow in a temper that you like
have you lost it all day long to the silence of the tide
[figurines_skeleton_für so tage wie diese, die auf die nacht warten.]
and life amazes us despite our miserable future
es ist schon lustig, man ist zu hause an einem montag um, sagen wir mal 14:00 uhr, es klingelt an der tür, und davor steht der beamte der gez. ich habe ihn allerdings nicht gleich erkannt, telefonierenderweise ins gespräch vertieft, sonst wäre mir das rbb-logo auf der gar nicht mal so unhübschen rechten oberen wind- und wetterfesten jackenhälfte sicher sofort ins auge gefallen. mein telefonier-gegenüber hat noch zeit, mir ein "auf keinen fall reinlassen" ins ohr zu trällern, aber da habe ich mich schon anders entschieden. nein, ich würde das jetzt einfach mal ganz anders handhaben, den spieß gewissermaßen umdrehen, das mir durch den kopf schießende "auch das jetzt noch", einfach ins gegenteil verkehren. also bitte ich den beamten, der sowohl freundlich als auch gutmütig zu sein scheint, herein in meine küche. er stolpert über auf dem boden herumliegende taschen.
ich entschuldige mich für das durcheinander, ich sei am wochenende nicht zu hause gewesen, gerade erst wiedergekommen. das mit den gebühren fürs radio, nein ich habe wirklich keinen fernseher (und er sieht es mir an, daß das noch nicht mal gelogen ist, ja, er glaubt mir), also die zahlt immer noch mein ex-freund, der wohnt ja jetzt nicht mehr hier. ja, habe er gleich gesehen, der sei ja auch durchgestrichen auf dem namensschild neben der tür. ja, genau, wir verstehen uns aber noch gut, daher zahlt er auch noch weiter die gebühren, obwohl er ja gar nicht mehr hier wohnt. also ja, ich müsse mich leider neu anmelden, er müsse sich abmelden. ja, okay. es sei traurig, er habe 21 jahre mit seiner frau zusammengelebt, er habe sogar zwei kinder, aber sie würden kein wort mehr miteinander reden. das ist schade. ja, das sei schade. ich bedauere den gez-mann für seinen nicht gerade erquicklichen job und der gez-mann sagt ausnahmen würden die regel bestätigen. er wünscht mir noch viel glück im leben. ich wünsche ihm das auch. wir verabschieden uns und geben einander die hand. er lächelt, während er an der nachbartür klingelt.
there are better lights in hollywood
when she calls Nigel she is in love
when she hears music she knows again
[mal sehen, ob man's nicht hinkriegt, daß sie dieses lied spielen, am 30., und mal sehen, wie kuschelig das dann wird, im magnet.]
idealismus ist, wenn man trotzdem lacht.
[but if perhaps my sorrows are all show and i should find a crack among the gates ...]
meine ausgezogenen nachbarn konnten ihre 12 jahre alte husky-dame nicht mitnehmen, deshalb haben sie den hund beim nachbarn deponiert. ich höre ihn jaulen, morgens, mittags, abends, ein unterbrochenes herzzerreißend trauerndes jaulen, ein bißchen wolfsähnlich mit altersheiserem stimmbruch. ich möchte meinen kopf zwischen die weichen husky-ohren legen und sagen, alles wird gut, bald hast du's geschafft, bald bist du im husky-himmel, da gibt's ganz viel schnee und eis und kälte, endloses weiß und husky-herren, die gibt's da sicherlich auch. wird sicher nicht mehr lange dauern, denke ich, ganz bestimmt.
das schöne am insgesamt eher unwillkommenen und traurigmachenden verlust des handys ist trost-muffins zu bekommen from the one you're with und die tasche in den nächsten tagen mit nicht-eigenem waschpulvergeruch am arm herumtragen zu dürfen. und: auf einmal lösen sich auf magische weise einige namen und nummern in luft auf, als seien sie aus dem eigenen gedächtnis weggewischt. war eigentlich der richtige moment dafür, jetzt. tschüss, handy, mach's gut, ich werde dich nie vergessen, auch weil du ja meine einzige verbindung warst zu ihm, aber auch das ist so langsam schnee von gestern.
manchmal denken, ob die eigene welt, in der man so rumlebt, wirklich so verschieden ist von der welt, in der andere so leben. wenn da leute sind, die keine musik hören, und so ohne musik durchs leben stolpern, vielleicht gehen die ja auch leichter durchs leben, aber so recht vorstellen kann ich's mir nicht. aber diese kluft, die sich da auftut, wenn man im arbeitsalltag erwähnt, man geht dann heute abend da und dorthin, zu diesem und jenem konzert, und diese verständnislosigkeit im blick der "gesettleten", wie man das so aushält, abends noch irgendwo rumzuturnen, wo doch eh alles schon so anstrengend ist, so tagsüber. und nicht erklären können, daß man schon längst nicht mehr irgendwohingehen und "funktionieren" würde, so tagsüber, wenn das da nicht wäre, das mit der musik. musik nicht als kompensation für irgendwas sondern als all-essential life-saving ingredient.
in this life like weeds
eyes need us to see
hearts need us to bleed
i know you've found
something in me
and i can see that thing in you
why don't we take it
all the way
and let's get out of here today
[psst:
infadels. madnessig und electronic und rockig und orgelig und synthieesque. so british und so so gut, das.]
but if perhaps the salt might stain your skin,
and if perhaps the smoke might weep your eyes,
listen while the threnodies begin.
know no one here gets out alive.
but let your frailty not deceive you;
a little pinprick, rest relieves you,
and dream of all the days that are,
the years that are to come.
for you will dance and you'll be nimble_
pirouettes upon a thimble_
and i will be beside you lest i lose you once again.
[
two gallants]
but we hurt each other / and we're doing it again
das handy streicheln in ermangelung der person, die da ist, wo man nicht ist.
[so let's toast the last romance / but don't ask me to dance]
she said i'm gonna use my teeth and my claws
auf einmal nicht mehr so sicher sein darüber, denn es ist kein gutes zeichen, halb nach hause zu laufen und es noch nicht einmal zu merken, daß man halb nach hause läuft. run run run run run run / and you cannot run or ever, ever escape. aber wünschen kann man sich's, wenn dieser kloß da im hals sitzt, so ganz auf einmal, und sich alles von innen zusammenzieht, die brust zusammenschnürt, den hals so eng macht, so furchtbar eng. weil das mädchen kein mädchen mehr ist, und wohin, wohin mit allem, the fear and the yearning / the fear and the consumption / the fear and the yearning. wenn dieser gedanke da ist, daß man vielleicht nur einmal richtig geliebt wird in diesem leben und daß, wenn dieses eine mal vorbei ist, das einfach nicht mehr passiert_nicht mehr passieren wird_nicht mehr passieren kann. und keine teeth und keine claws werden dagegen irgendwas ausrichten, nein, das eigene leben ist so fucking useless, so scheinbar gut, so scheinbar richtig, so offensichtlich traurig, und am ende ist man doch nur allein, so mutterseelenallein.
re-infatuated
mit den drums bei bloc party.
[something glorious is about to happen / reckon ... me]